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Programm der EFFEKTE-Reihe 2026

Fragen, die zählen. Antworten, die wirken – das bietet die Wissenschaftsreihe EFFEKTE.

Wissenschaftsdienstage

Jeden Monat – immer an einem Dienstag

Es ist ein spannendes und facettenreiches Thema, das die EFFEKTE-Reihe ab Mai 2026 und bis zum EFFEKTE-Wissenschaftsfestival im Juni 2027 behandelt: „Zukunft gestalten: Gesundheit für die Gesellschaft von morgen”.

Wie können wir gesund werden und bleiben? Pflegen uns bald Roboter? Wie wird KI in Medizin und Gesundheitswesen eingesetzt? Und was haben eigentlich Recht und Kommunikation mit Gesundheit zu tun? Das sind nur wenige von vielen wichtigen Fragen, die in der Vortragsreihe thematisiert werden und uns alle betreffen. Denn: Gesundheit ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Sie ermöglicht es uns, den Alltag zu meistern, Entscheidungen zu treffen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Doch sie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern entsteht im Zusammenspiel von unserem Verhalten, unseren Lebensbedingungen und dem medizinischen Fortschritt.

Viele Karlsruher Hochschulen und Forschungseinrichtungen beschäftigen sich mit Aspekten, die für Gesundheitsfragen der Zukunft relevant sind. In einem Mix aus Impulsvorträgen, Diskussionen, interaktiven Formaten, Exponaten und Workshops geben die Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen am „Wissenschaftsdienstag“ Einblicke in ihre Arbeit und verfolgen dabei das gemeinsame Ziel, ihre Erkenntnisse für das Publikum anschaulich und verständlich zu transportieren. Medizin ist auch der Fokus des laufenden Wissenschaftsjahrs, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt ausgerufen und von der EFFEKTE-Reihe aufgegriffen wird. Mitdiskutieren ist ausdrücklich erwünscht, denn Gesundheit von morgen wird gemeinsam gestaltet!

Schauplatz der EFFEKTE-Reihe ist der TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum am Kronenplatz in der Karlsruher Innenstadt. Beginn jeweils um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltungen der EFFEKTE-Reihe werden von Uwe Gradwohl, Leiter der Redaktion Wissen aktuell beim Südwestrundfunk (SWR), moderiert.

Der Bosch Digital Health Truck steht auf einem Platz

Wie lassen sich Energie und Gesundheit im Alltag neu denken? Das Kompetenznetzwerk EnergieForum und die Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe laden dazu ein, Zukunft hautnah zu erleben: Zuerst bieten Hochschulen und Firmen Mitmachangebote auf dem Kronenplatz an, bei denen die Besucher*innen mit E-Rädern Popcorn herstellen, sich von innovativen Geräten massieren lassen oder ihren Gesundheitsstatus checken können. Als Highlight präsentiert sich der Bosch Digital Health Truck mit Medizinprodukten, Wearables und Gesundheitsanwendungen zum Ausprobieren an Bord. Am Abend folgt im TRIANGEL die Podiumsdiskussion „Energie und Gesundheit im Fokus“. Sie bringt Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und zeigt, wie Innovationen in Karlsruhe konkret umgesetzt werden und welche Synergien zwischen Energie und Gesundheit entstehen.

Drei junge Menschen fahren auf Fahrrädern durch die Stadt.

Wie können wir unseren Alltag gesünder und nachhaltiger gestalten und dabei selbst Teil von Forschung werden? Dr. Judith Bieberich vom Staatlichen Naturkundemuseum Karlsruhe erklärt mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wie Bürger*innen mit Smartphone und KI die Artenvielfalt der Stadt entdecken und damit selbst wertvolle Daten liefern. Beim Projekt CycleSense, unterstützt durch zahlreiche Karlsruher Institutionen und rund 200 Bürger*innen, messen Michel Weber und Felix Hörner mithilfe von Sensoren am Fahrrad Feinstaub direkt im Alltag und liefern so wichtige Daten für eine bessere Luftqualität. Prof. Dr. Claudia Hille von der Hochschule Karlsruhe (HKA) macht deutlich, wie gut Radfahren nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die eigene Gesundheit ist. Auch die Ernährung spielt eine zentrale Rolle: Dr. Stephanie Seifert und Julia Renz vom Max Rubner-Institut (MRI) zeigen, wie Hülsenfrüchte als nachhaltige und gesunde Lebensmittel großes Potenzial für die Zukunft bieten.

Eine Frau zeigt einem jungen Mädchen, wie es eine Rumpfbeuge ausführen kann.

Wie fit sind wir wirklich und was sagt das über unsere Gesundheit aus? Forschende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beleuchten die Bedeutung physischer Fitness als Indikator für Gesundheit über die gesamte Lebensspanne und zeigen innovative Erfassungsmethoden. Bereits in Kindheit und Jugend gilt die physische Fitness als ein zentraler Indikator für Gesundheit und ganzheitlich gelingende Entwicklung. Thematisiert werden Zusammenhänge von Motorik, Aktivität, Stresserleben, Teilhabe und Gesundheit und ihre Erfassung durch innovative e-Health-Ansätze. Ein weiterer Fokus liegt auf inklusiver Diagnostik für junge Menschen mit Behinderung und deren Bedeutung für Teilhabe. Neben wissenschaftlichen Einblicken erwartet die Besucher*innen ein Feldtestlabor mit Mitmachstationen.

 

Vier Kinder zeigen auf eine große Pinnwand, auf der Schulinhalte angepinnt sind.

Wie entsteht Vertrauen in Wissen und wie wird Wissen so vermittelt, dass es ankommt? Dr. Tobias Maier vom Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) zeigt, warum gute Wissenschaftskommunikation im Umgang mit pseudowissenschaftlichen „alternativen“ Krebstherapien im Netz entscheidend ist und wie Forschende klar und wirksam informieren können. Frank Stockmann vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) widmet sich der Frage, ob sich KI als Psychotherapeutin eignet. Dr. Nicole Bachor-Pfeff und Christoph Schneider von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) greifen die Resonanztheorie des Soziologen Hartmut Rosa auf und fragen, was sie für Schule und Unterricht bedeutet: Gelingt Bildung besser, wenn Beziehungen, gegenseitiges Antworten und echte Begegnung im Mittelpunkt stehen? Gemeinsam eröffnen die Vorträge Denkanstöße für eine Gesellschaft, in der Wissen wirkt und Lernen verbindet.

Seminarteilnehmende sitzen in Kleingruppen an Tischen und unterhalten sich angeregt.

Wem gehört unser Körper und wer entscheidet über unsere Gesundheit? Mit einer interaktiven Körperreise bringt die Stiftung Forum Recht zentrale Rechtsfragen rund um das Thema Gesundheit und Medizin von morgen in die EFFEKTE-Reihe ein. An verschiedenen Körperstationen setzen sich die Teilnehmenden dieses Workshops damit auseinander, wie Recht Gesundheit schützt, begrenzt und gestaltet und stellen sich dabei grundlegenden Fragen nach Selbstbestimmung, staatlicher Regulierung sowie den Grenzen von Verantwortung und Fortschritt. Auf unserer Reise von Kopf bis Blut wird sichtbar, wie eng medizinischer Fortschritt und rechtliche Rahmenbedingungen verbunden sind. In Kleingruppen erkunden die Besucher*innen die Stationen und kommen mit Expert*innen aus Recht, Medizin und Ethik ins Gespräch. Anmeldung unter: wissenschaftsbuero@karlsruhe.de

Ein Chefarzt des Städtischen Klinikums Karlsruhe sitzt an einem Tisch und hat verschiedene Gelenkprothesen in der Hand.

Wie sieht die Medizin von morgen aus? Prof. Dr. med. Christof A. Müller vom Städtischen Klinikum gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Knie- und Hüftendoprothetik – von konservativen Therapien über moderne Implantate bis hin zu minimalinvasiven Verfahren und computergestützter Navigation. Jérémy Lefint vom Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) lädt dazu ein, den Einsatz von Robotik und KI im Gesundheits- und Pflegebereich anhand anschaulicher Beispiele zu erkunden und gemeinsam zu diskutieren,
wie Technik im Gesundheitsbereich sinnvoll und menschlich eingesetzt werden kann. Schließlich zeigt Prof. Dr. Darko Jekauc, Leiter des Forschungsprojekts INNOVARE am KIT, wie Künstliche Intelligenz die Rehabilitation verändert, indem sie beispielsweise Therapiepläne passgenau auf Patient*innen abstimmt.

Das mit KI generierte Bild zeigt in dunklen Farbtönen mehrere Szenen.

Was passiert, wenn KI im OP assistiert, unsere Stimme analysiert und Training individuell steuert? In der urologischen Chirurgie zeigt Prof. Dr. med. Dogu Teber vom Städtischen Klinikum, wie robotergestützte Systeme und KI-gestützte Navigation Eingriffe präziser und schonender machen können. Dominik Beyer vom FZI Forschungszentrum Informatik widmet sich unserer Stimme als Forschungsquelle: Moderne KI analysiert Gesprächsdaten und eröffnet neue Perspektiven für Psychologie und Medizin, wirft aber auch Fragen nach Verantwortung und Grenzen auf. Und schließlich stellt Professor Dr. Björn Hein von der Hochschule Karlsruhe (HKA) mit dem RoboTrainer einen intelligenten Trainingsrollator vor, der Bewegungsdaten analysiert, Trainingsreize adaptiv anpasst und dadurch neue Möglichkeiten für eine personalisierte und wirksame Rehabilitation eröffnet.

Eine junge Frau sitzt am Frühstückstisch und sieht überfordert aus, da auf sie viele schlechte Nachrichten zur Weltlage einprasseln.

Wie bleiben wir mental gesund in einer Welt voller Krisen, Stress und ständiger Reizüberflutung? Jan Michael Rasimus von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) zeigt in „Train Your Brain“, wie News Fatigue entsteht und wie wir durch bewussten Medienumgang Distanz zur Nachrichtenflut gewinnen. Mit einem Blick auf eine der zentralen Aussagen des Stoizismus fragt die Forscherin Dr. Anastasia August vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Macht Tugend wirklich glücklich? Zum Abschluss laden die Diplom-Psychologin Christine Stamatis und der Diplom-Informatiker Ümit Yoldas von GoVersity bei „Stay Balanced!“ dazu ein, Stress mit interaktiven Tools und KI spielerisch zu analysieren und die eigene Woche neu zu strukturieren. Wissenschaftliche Befunde treffen an diesem Abend auf praktische Impulse für mehr Klarheit, Resilienz und Lebensfreude.

Viele Menschen sitzen in einem großen Saal und schauen auf eine Leinwand, auf der ein Vortrag projiziert wird.

Ausgewählte Donnerstage | 18 Uhr | InformatiKOM, KIT Campus Süd

Die Vortragsreihe Colloquium Fundamentale steht im Wintersemester 2026/27 ganz im Zeichen des Wissenschaftsjahrs „Medizin der Zukunft“ des BMFTR. Mit medizinischen Neuerungen sind nie nur technische Fragen verbunden. Sie verändern, wie wir als Gesellschaft über Gesundheit, Verantwortung und Gerechtigkeit denken. In mehreren Einzelvorträgen beleuchtet die Reihe das Thema daher auch hinsichtlich gesellschaftlicher Fragen im Hinblick auf unter anderem Datenschutz, die Verwendung von KI im Medizinbereich und der Übernahme von Pflegetätigkeiten durch Roboter. Das Publikum ist bei der vom Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM) organisierten Reihe stets eingeladen, am Ende der Vorträge mit den Referent*innen zu diskutieren.

Termine und nähere Informationen ab September 2026

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